FAQs

Allgemeines

  • Wie viele Kinder leben bei NPH?

    Zur Familie von NPH gehören derzeit 3.442 Kinder (Stand Ende 2015).

    • Bolivien: 124
    • Dominikanische Republik: 233
    • El Salvador: 269
    • Guatemala: 274
    • Haiti: 898
    • Honduras: 560
    • Mexiko: 825
    • Nicaragua: 154
    • Peru: 105

    Die Anzahl der Kinder verändert sich laufend, da ständig neue Kinder aufgenommen werden und andere als junge Erwachsene die Kinderdörfer verlassen.

  • Wo befinden sich die Kinderdörfer?
    • Mexiko (das Kinderdorf „Hacienda San Salvador“ liegt in Miacatlán, 112 km südlich von Mexico City, die älteren Kinder, die die Oberstufe des Gymnasiums oder eine Hochschule besuchen, leben in Cuernavaca oder Monterrey; die „Ciudad de los Niños“ – „Stadt der Kinder“ ist in Matamoros, im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas.)
    • Honduras (36 km nördlich nördlich von Tegucigalpa);
    • Haiti (das Kinderdorf St. Hélène liegt in den Bergen von Kenscoff, 40 km südlich von Port-au-Prince, das neue Kinderkrankenhaus sowie das nach dem Erdbeben 2010 entstandene Haus St. Anne befinden sich in Tabarre, einem Vorort von Port-au-Prince);
    • Nicaragua (an der Panamericana bei Jinotepe, das Baby- und Kleinkinderhaus ist in San Jorge);
    • Guatemala (Chimaltenango, nordwestlich von Guatemala City);
    • El Salvador (in Texistepeque, Santa Ana);
    • Dominikanische Republik (San Pedro de Macorís, 65 km östlich von Santo Domingo);
    • Peru (Lunahuaná – in Cañete wurde ein geeignetes Grundstück angekauft, die ersten Häuser sind bereits gebaut);
    • Bolivien (San Ignacio de Sara, in der Nähe von Portachuelo, 80 km nordwestlich von Santa Cruz).
  • Was bedeutet "Pequeño/a"?

    „Pequeño bzw. Pequeña“ ist spanisch und heißt „klein“ oder „Kind“. So nennen sich auch die Kinder die bei NPH aufwachsen.

    „Pequeños“ bezeichnet eine Gruppe von Kindern, zu der auch Mädchen gehören können. Mit „Pequeña“ hingegen ist ein Mädchen und mit „Pequeñas“ eine Gruppe von Mädchen gemeint.

  • Kann ich ein Kind adoptieren?

    Nein, Sie können kein Kind von NPH adoptieren. Die Kinder, die den Weg zu NPH gefunden haben, sind in den meisten Fällen Waisen, einige von ihnen sind misshandelt oder missbraucht worden, und viele wurden von einem Familienangehörigen zum anderen geschoben.

    Wie alle Kinder suchen sie Liebe und Geborgenheit – einen Platz, den sie ihr Zuhause nennen können. Wenn sie zu uns kommen, wird ihnen erklärt, dass sie bleiben können, bis sie nach ihrer Ausbildung auf eigenen Beinen stehen können.

    Die Kinder leben und lernen in ihrer Kultur und Sprache, damit sie einmal verantwortungsbewusste und sozial engagierte Bürger ihres Landes werden. Auch kommen viele Kinder mit ihren Geschwistern. Wir legen großen Wert darauf, dass die Geschwister zusammenbleiben, um den familiären Zusammenhalt zu gewährleisten.

  • Haben die Kinder Kontakt zu ihren Herkunftsfamilien?

    Die meisten unserer Kinder, die noch Verwandte haben, stehen auch in Kontakt mit ihnen. An mehreren Tagen im Jahr können die Kinder besucht werden. Die Verwandten bringen meistens etwas zu Essen und zu Trinken mit und verbringen den Tag gemeinsam mit den Kindern im Kinderdorf. Solche Angehörige sind meist ältere Brüder und Schwestern, Onkel und Tanten, Cousinen, manchmal auch Väter und Großeltern. Die älteren Kinder können ihre Familien an jedem zweiten Sonntag besuchen.

  • Bis zu welchem Alter bleiben die Kinder bei NPH?

    Das hängt vom einzelnen Kind und seinem Berufs- bzw. seinem Studienwunsch ab. Manche Jugendliche verlassen unser Kinderdorf nach Abschluss einer Lehre und suchen sich eine Arbeit. Andere bleiben bei uns, bis sie die Matura oder auch ein Universitätsstudium abgeschlossen haben.

  • Wie leben die Kinder bei NPH?

    Die Kinder wohnen in Altersgruppen zusammen. Sie werden von engagierten „tías“ oder „tíos“ (Tanten, Onkel) umsorgt, wie die einheimischen Betreuer genannt werden.

    Vormittags besuchen die Kinder die projekteigenen Kindergärten und Schulen, am Nachmittag wird gelernt, mitgeholfen und natürlich gespielt. Neben der schulischen Ausbildung haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ein Handwerk zu erlernen.

    Nach dem Abschluss der Sekundarschule leisten die Jugendlichen ein „Familienjahr“: Bevor sie das Kinderdorf verlassen oder eine weitere Ausbildung (z.B. an der Universität) machen, arbeiten sie je nach Bedarf und Fähigkeiten ein Jahr lang in der Kinderbetreuung, den Werkstätten, der Küche oder der Klinik mit und geben so einen Teil der empfangenen Unterstützung an die Gemeinschaft zurück.

  • Kann ich die Kinderdörfer und weitere Projekteinrichtungen besuchen?

    Ja. Sie sind immer bei uns willkommen, wenn Sie ein Patenkind haben oder sich für eines unserer Kinderdörfer interessieren. Bitte fragen Sie in unserem Büro in Wien an, ob eine organisierte Reise geplant ist. Falls Sie allein zu Besuch kommen möchten, verständigen Sie uns bitte rechtzeitig, damit das betreffende Kinderdorf über Ihre Reisepläne informiert ist und Ihnen ein herzliches Willkommen bereiten kann.

Patenschaft

  • Wer kann eine Patenschaft übernehmen?

    Ob Sie persönlich oder zusammen mit Angehörigen oder Freunden eine Patenschaft übernehmen, entscheiden Sie selbst – Sie alle können helfen.

  • Was kostet eine Patenschaft für ein Kind?

    Wir bitten um einen monatlichen Beitrag von mindestens 30 Euro. Dieser Betrag deckt einen wichtigen Teil der Kosten für Ernährung, Bekleidung, Ausbildung und Gesundheitsvorsorge pro Monat und Kind.

  • Hat ein Kind noch andere Paten?

    Ja. Um die gesamten Kosten für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung eines Kindes durch Patenschaftsbeiträge decken zu können, möchten wir für jedes Kind zusätzliche Paten in anderen Ländern finden. So werden Patenkinder und Paten Teil unserer internationalen NPH-Familie.

  • Wie kann ich bezahlen?

    Die Patenschaft können Sie per Einziehungsauftrag zahlen. Sollten Sie eine andere Zahlungsmethode bevorzugen, setzen Sie sich bitte mit Carina Kirisits in Kontakt.

    Sollten Sie sich einmal in einer finanziellen Notlage befinden, können Sie gerne Ihre Patenschaft gemeinsam mit Bekannten oder Freunden weiterführen oder auf jemand anderen übertragen. Sollte auch dies nicht möglich sein, rufen Sie mich an, wir finden bestimmt eine Lösung!

  • Welche Information erhalte ich über mein Patenkind?

    Zusätzlich zu Ihrer Patenschaftsmappe (Urkunde, Lebensgeschichte Ihres Patenkindes, etc.) erhalten Sie jedes Jahr zu Weihnachten ein neues Foto von Ihrem Patenkind sowie  einmal jährlich das aktuelle Zeugnis, wenn Ihr Patenkind bereits bzw. noch die Schule besucht.

  • Kann ich / darf mich mein Patenkind besuchen?

    Patenbesuche in den Kinderdörfern sind immer eine willkommene Abwechslung für die Kinder. Je nach Bedarf und Möglichkeit organisieren wir auch Patenreisen. Dass ein Patenkind nach Österreich kommt, ist in der Regel nicht der Fall.

  • Kann ich meinem Patenkind Briefe schreiben?

    Ja. Die Kinder freuen sich sehr über Post. Vor allem Fotos und Ansichtskarten sind besonders beliebt. Kinder, die noch nicht schreiben können, malen etwas oder bitten andere, für sie zu schreiben.

    Die Post an Ihr Patenkind auf Deutsch oder Spanisch bzw. Französisch senden Sie bitte an unser Patenbüro: Zollergasse 37/5, 1070 Wien. Falls nötig übersetzen wir die Briefe und leiten sie anschließend an Ihr Patenkind weiter.

  • Kann ich meinem Patenkind etwas schenken?

    Ja. Durch Extraspenden von unseren Paten können wir jedem Kind zum Geburtstag oder zu Weihnachten ein Geschenk im Namen der Paten machen und gemeinsame Freizeit-Aktivitäten gestalten.

    Diese Geschenk-Spenden sind selbstverständlich freiwillig und können jederzeit von Ihnen gemacht werden.

  • Wie lange dauert eine Patenschaft?

    Das hängt ganz von Ihnen ab. Eine Patenschaft kann jederzeit ohne Angabe von Gründen beendet werden. Viele Paten unterstützen ihr Patenkind bis ins Studienalter oder bis zur Selbstständigkeit. Es kann durchaus sein, dass ein Kind vorzeitig das Kinderdorf verlässt, da es zB wieder zu seiner Familie zurückkehrt, da diese sich wieder liebevoll um ihr Kind kümmern kann. Wenn Ihr Patenkind unser Kinderdorf verlassen hat, informieren wir Sie davon und stellen Ihnen gerne ein neues Patenkind vor.